Verband

Der Verband Deutscher Sinti  & Roma – Landesverband Rheinland Pfalz wurde am 3. November 1983 gegründet und ist Mitglied im Zentralrat Deutscher Sinti und Roma, der seit Februar 1982 besteht. Er setzt sich für die gesellschaftliche Gleichbehandlung und Wahrung der kulturellen Eigenständigkeit der Sinti und Roma ein. Schutz und Förderung ihrer Kultur sollen garantiert, der inzwischen gesetzlich verankerte Minderheitenschutz gewährleistet werden. Öffentlichkeits- und Informationsarbeit tragen dazu bei, Vorurteile abzubauen.

Aktuelles

SWR Fernsehen

KAMPF GEGEN KLISCHEES, VORURTEILE UND AUSGRENZUNG

Deutsche Sinti und Roma

Hier können Sie das Sendungsvideo in voller Länge anschauen

https://www.swrfernsehen.de/landesschau-rp/gutzuwissen/video-1732-sintiundroma-100.html

zum 50. Jahrestages des Internationalen Roma-Tages

Am 8. April jährt sich zum 50. Mal der internationalen Roma-Tag, der im Jahr 1971, als erster internationaler Kongress von Roma-Repräsentanten in Orpington, in der Nähe von London, stattfand. An diesem Kongress nahmen Repräsentanten aus Frankreich, Großbritannien, Deutschland, Ungarn, Irland, Spanien, Jugoslawien, Finnland, Norwegen, Belgien, Kanada, Indien und den Vereinigten Staaten teil.

In Deutschland und im europäischen Kontext erinnern am 8. April regelmäßig Roma und Nicht-Roma an die Opfer des Nationalsozialismus. Neben der historischen Erinnerung ist es ein Anliegen des internationalen Roma-Tages, auf die gegenwärtig existierenden Ressentiments, Diskriminierungen und Ausgrenzungen von Sinti und Roma aufmerksam zu machen. In osteuropäischen Ländern, darunter Rumänien, wird der 8. April seit 1990 als Roma Tag gefeiert und in Nord-Mazedonien ist er als Nationalfeiertag anerkannt.

Jacques Delfeld Senior, 1. Vorsitzender des Verbandes Deutscher Sinti und Roma – Landesverband Rheinland-Pfalz, möchte diesen Tag zum Anlass nehmen, um daran zu erinnern, dass die Ausgrenzung und Diskriminierung gegenüber Sinti und Roma in alarmierender Weise zunimmt und die Minderheit vielfach wieder von antiziganistischen Ressentiments betroffen ist.

Im aktuellen Kontext der COVID-19-Pandemie erhält der Landesverband Berichte über rassistische Übergriffe, die sich gegen Sinti und Roma in EU-Mitgliedsländern richten.

„Es benötigt nach wie vor die Anstrengung vieler Akteure auf lokaler, nationaler und EU- Ebene, um antiziganistische Ressentiments zu bekämpfen. Erst kürzlich gedachte der Landesverband der jungen Sinti und Roma, die bei den Anschlägen in Hanau im Jahr 2020 ermordet wurden. In einigen Ländern dienen Sinti und Roma schon wieder als Sündenböcke für die aktuelle Corona Krise“, so Jacques Delfeld Senior.

Der Landesverband Deutscher Sinti und Roma Rheinland-Pfalz verurteilt jegliche rassistische Gewalt gegen die Sinti und Roma, in Deutschland ebenso wie in Bulgarien, Rumänien und Ungarn. Der Verband fordert die Politik und die gesellschaftlichen Institutionen auf, hier Verantwortung zu übernehmen, um die Minderheit zu schützen und Vorurteile gegen diese öffentlich zu bekämpfen.

Der Kampf gegen Rassismus und/oder extremistischer Gewalt muss als gesamtgesellschaftliche Aufgabe begriffen werden. Darüber hinaus ist es notwendig, dass Sinti und Roma einen barrierefreien Zugang zu gesellschaftlichen Ressourcen wie Bildung, Arbeit, Wohnung und Gesundheit erhalten, um eine gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben sicherzustellen.