Zum Tod von Dr. Heiner Geißler

 

Der Landesverband Deutscher Sinti und Roma trauert um den großen Freund und Unterstützer der rheinland-pfälzischen Bürgerrechtsarbeit Dr. Heiner Geißler. Bereits 1988 besuchte er den Gedenkgottesdienst im Speyer Dom, der an die nationalsozialistische Verfolgung der Sinti und Roma erinnerte. Dort traf er nach über 50 Jahren seinen ältesten Freund, einen Sinto, wieder. In den 1930iger Jahren waren sie in Ravensburg eng befreundet – sowohl in der Schule als auch am Nachmittag zu Hause.

Anlässlich seines Besuches der Sinti-Werkstatt in Albersweiler 1988 sagte er als MdB und CDU-Generalsekretär, dass Sinti und Roma als Verfolgte des nationalsozialistischen Regimes in besonderer Weise einen Anspruch auf Hilfe haben, um eine gleichberechtige Stellung zu erhalten und weiterzuentwickeln. Er besuchte als -damals noch- erster Bonner Politiker die Werkstatt und wollte damit auch den künstlerischen Beitrag der Sinti und Roma würdigen und die Förderung unterstützen.

Jacques Delfeld würdigte Dr. Heiner Geißler als großen deutschen Politiker, auf Landes- und Bundesebene, zuweilen streitbar und unbequem, aber immer innovativ und zukunftsorientiert. „Auch nach der Ausübung seiner politischen Ämter war sein philosophischer Blick auf den Menschen und den Erhalt unserer Natur einmalig und von Bedeutung“, so der Vorsitzende des Landesverbandes der Deutschen Sinti und Roma. „Er wird uns fehlen.“

 

 

 

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