Trauer um die Opfer des Mordanschlags in Hanau. Rechtsterroristen verlieren jede Hemmung – Rassismus und Rechtsextremismus müssen jetzt entschlossen bekämpft werden.

Der Verband Deutscher Sinti und Roma – Landesverband Rheinland-Pfalz ist tieferschüttert über den rassistischen Mord an neun Menschen in Hanau. Unter den Opfern des Mordanschlags in Hanau sind auch Angehörige der nationalen Minderheit.

Wir trauern mit den Angehörigen um die Opfer aus der Minderheit und um alle Opfer dieses rechtsterroristischen Anschlags.

Dieser Anschlag zeigt, dass der Hass, den Rechtsextremisten und deren politische Vertreter seit langem gegen Minderheiten sähen und der in den rassistischen Internet-Foren sich immer mehr verstärkt, tödlich ist. Wie schon bei dem rechtsradikalen Anschlag auf das Olympia-Einkaufszentrum (OEZ) in München im Juli 2016 sind auch in Hanau Angehörige unserer Minderheit unter den Opfern. Der Generalbundesanwalt und alle Polizeibehörden – gerade auch in Hessen – sind aufgefordert, mit allen rechtsstaatlichen Mitteln endlich konsequent gegen Rechtsextremisten vorzugehen. Dies muss auf allen Ebenen geschehen.

Dieser mörderische Anschlag zeigt auf brutale Weise auf, wie weit die Hemmschwelle unter Rechtsradikalen und Rassisten gesunken ist, auch dadurch, dass demokratische Parteien der AfD immer mehr Raum geben und damit die Abgrenzung zu den Extremisten auch innerhalb der AfD unterlaufen wird. Wir sind in Deutschland an einem Punkt angekommen, an dem der Satz „Wehret den Anfängen“ von der Realität überholt wurde. Der rechtsradikale Terror zielt auf die Sicherheit und das Zusammenleben in Deutschland, um damit Rechtsstaat und Demokratie zu zerstören. 

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