Otto Pankok – Verfolgter Maler, Maler der Verfolgten

am Sonntag, 21. Januar 2018, 18 Uhr in der Ehemaligen Synagoge Weisenheim am Berg e.V., Hauptstraße 28 a, 67273 Weisenheim am Berg

Anlässlich des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus wird Jürgen Vits in einem Bildvortrag Otto Pankoks Künstlerleben (1893-1966) darstellen, das über weite Strecken durch Kriege und Verfolgung geprägt war. Jürgen Vits ist Mitglied bei „Gegen Vergessen – Für Demokratie“ und der „Gesellschaft zur Förderung verfemter Kunst“ sowie im Beirat der Otto-Pankok-Stiftung.

Mit seinen eindringlichen Menschenbildern geriet Otto Pankok in das Visier der Nationalsozialisten. Seine Arbeiten wurden schon bald geächtet und als „entartet“ diffamiert. Trotz des verhängten Berufs- und Ausstellungsverbots setzte Otto Pankok im Verborgenen sein widerständiges Kunstschaffen fort. Große Beachtung finden noch heute vor allem seine Menschenbilder (darunter viele Sinti-Porträts) , welche überwiegend Benachteiligte und Verfolgte am Rande der Gesellschaft darstellen. Es ist nicht zuletzt diese von Menschlichkeit und Respekt geprägte Haltung des Künstlers, die den einzigartigen Rang seiner Werke ausmacht.
Grußwort: Jacques Delfeld, Vorsitzender des Verbandes Deutscher Sinti und Roma – Landesverband Rheinland-Pfalz

Porträt von Otto Pankok (© Otto Pankok-Museum)

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