Kranzniederlegung in Koblenz

Am Sonntag, den 17. Dezember 2017 um 14 Uhr am Gedenkstein für die ermordeten Sinti und Roma am Peter-Altmeier-Ufer anlässlich des 75. Jahrestages von Himmlers „Auschwitz-Erlass“ legt Jacques Delfeld, der Vorsitzende des rheinland-pfälzischen Landesverbandes Deutscher Sinti und Roma einen Kranz nieder.

 

Am 16. Dezember 1942 unterzeichnete Himmler als so genannter „Reichsführer SS“ und Leiter des Reichssicherheitshauptamtes den „Auschwitz-Erlass“, der alle noch im Reichsgebiet verbliebenen Sinti und Roma betraf. Wie kaum ein anderes Datum markiert dieser Erlass einen tiefen Einschnitt in der Geschichte: Der Name Auschwitz ist zum Symbol geworden für den Völkermord an den Sinti und Roma im nationalsozialistisch besetzten Europa. Es gibt unter den Sinti und Roma kaum eine Familie, die mit dem Namen „Auschwitz“ nicht den Verlust von Angehörigen verbindet.

In der Folge wurden nahezu 23.000 Bürger aus ganz Europa, darunter weit über 10.000 aus Deutschland, in den Lagerabschnitt B II e des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau deportiert. Für die allermeisten Menschen war es eine Fahrt in den Tod. Sie fielen dem Terror und den unmenschlichen Lebensbedingungen zum Opfer oder mussten in den Gaskammern einen qualvollen Tod erleiden.

Unter ihnen waren 40 Männer, 44 Frauen und 65 Kinder aus dem Regierungsbezirk Koblenz, die am 10. März 1943 in die Züge der Reichsbahn gezwungen wurden. Zur Erinnerung an die deportierten und ermordeten Sinti und Roma legt der Vorsitzende des rheinland-pfälzischen Landesverbandes Deutscher Sinti und Roma, Jacques Delfeld, am Mahnmal für die Sinti in Koblenz einen Kranz nieder. Herr Oberbürgermeister Joachim Hofmann-Göttig wird an dem Gedenken teilnehmen. Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen.

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