Jacques Delfeld beim Tag der Demokratie in Remagen 2017

Dem jährlichen Aufmarsch der Rechten setzte das Bündnis Remagen für Frieden und Demokratie sowie der AStA des RheinAhrCampus Remagen am 18.11.2017 den Tag der Demokratie entgegen.

Der Vorsitzende des rheinland-pfälzischen Landesverbandes war als Redner eingeladen und schon im Vorfeld war die Ausstellung des Landesverbandes „Die Überlebenden sind die Ausnahme. Der Völkermord an den Sinti und Roma“ im Foyer des RheinAhrCampus zu sehen.

Der erschreckende Rechtsruck in unserer Gesellschaft, die beängstigend hohe Zustimmung, die die Parolen der AfD bei den letzten Wahlen gefunden hat, zeigt auf, dass immer häufiger Feindbilder von Menschen zur Weltanschauung werden, Hass und Menschenverachtung zur Handlungsgrundlage. Das politisch-ideologische Ziel jeglicher Form von Rechtsradikalismus ist es, die individuellen Bürger- und Freiheitsrechte zugunsten eines autoritären Staates abzubauen. Die Ungleichheit der Menschen aufgrund ihrer unterschiedlichen Herkunft, ihrer nationalen, ethnischen und rassischen Zugehörigkeit ist die Grundlage der nationalistischen Politik.

Die Ungleichheit war das staatstragende Prinzip nationalsozialistischer Herrschaft, in der die schlimmste Form von Rechtsextremismus ihren Ausdruck fand. Willkür und Terror bis hin zum Mord als Alltagsgeschäft bestimmten die Tagespolitik. Für Sinti und Roma, die seit 600 Jahren in Deutschland beheimatet sind, ebenso wie für die Juden bedeutete dies die Vernichtung. Der Mord an Millionen von Menschen wurde von den Nationalsozialisten als ”Säuberungsaktion” mit ”Endlösung” propagiert. Um eine Wiederholung der Vergangenheit in der Zukunft vorzubeugen, darf niemand sich an rechtsextremes Gedankengut und rechte Gewalt gewöhnen. Deshalb hat der Staat die Pflicht – genau wie jede einzelne Bürgerin und jeder einzelne Bürger, gegen jede Form von Rechtsextremismus vorzugehen.

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