Gedenken an verschleppte und ermordete Sinti und Roma

Am Freitag, den 23. März 2018 um 16 Uhr

gedenkt der Verband Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Rheinland-Pfalz am Mahnmal für Opfer des Faschismus, Lutherplatz, im Adenauerring in Worms den Opfern des Holocaust

Auf Initiative des Verbandes Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Rheinland-Pfalz, gedenkt der Verband Deutscher Sinti und Roma gemeinsam mit dem Oberbürgermeister der Stadt Worms, Michael Kissel, der Opfer des Holocaust. In Worms und Umgebung leben noch einige hoch betagte Menschen, die aus den Konzentrationslagern in ihre Heimat zurückgekehrt sind, deren Schicksal gewürdigt wird.

1940 fanden die ersten Deportationen ganzer Sinti-Familien statt. Noch vor den jüdischen Bürgern wurden mit dieser ersten Verschleppungsaktion der Nationalsozialisten insgesamt 2.800 Sinti und Roma in die polnischen Ghettos und Konzentrationslager verschleppt, unter ihnen auch die Wormser Sinti-Familien. Die Aktion galt als „Modellversuch“ und funktionierte reibungslos.

Auf Verfügung Himmlers wurden vor 75 Jahren ab März 1943 die noch in Deutschland und den besetzten Gebieten lebenden Sinti und Roma größtenteils in das im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau eingerichtete „Zigeunerlager“ deportiert und bis auf wenige Überlebende umgebracht.

Gemeinsam mit den Überlebenden des Holocaust und deren Familien möchte der Verband den aus Worms verschleppten Sinti und Roma gedenken.

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