Sinti & Roma Musik- und Kulturfest AVEN 2018

„Gypsy-Saitenspiele“ mit Julio Weiss Quartett und Winterstein Sintett

 Samstag, 8. September 2018, 20 Uhr

Haus am Westbahnhof
An 44 Nr. 40 a

 

Mit AVEN – KOMMT lädt der rheinland-pfälzische Landesverband Deutscher Sinti und Roma zum Konzertabend „Gypsy-Saitenspiele“ mit den beiden Nachwuchsbands Julio Weiss Quartett und dem Winterstein Sintett ins Landauer Haus am Westbahnhof ein.

 

Nach dem erfolgreichen französischen Kinofilm „Django – Ein Leben für die Musik“ soll der legendäre Gitarrist Django Reinhardt im Mittelpunkt stehen. Kein anderer Sinti-Musiker hatte solch einen prägenden und stilistischen Einfluss auf die folgenden Generationen der jungen Musiker. Deshalb steht die Gitarre, gespielt von jungen Musikern im Mittelpunkt.

 

Aus Landau sind das Julio und Jasin Weiss, die von den erfahrenen Jensi Reinhardt auf der Geige und Bobeye Reinhardt auf dem Kontrabass begleitet werden. Sie alle sind von der lokalen Sinti-Musik-Szene, wo viele Familienmitglieder seit Generationen musizieren, ausgebildet worden und lassen den ursprünglichen Gypsy-Swing in der klassischen Besetzung aufleben.
Im Winterstein Sintett aus Würzburg gibt es die fünf Gitarren von der Musikerin Nucki, Dino, Ditto, Sancho Winterstein und Mano Guttenberger. Am Kontrabass spielt Simon Ort und die Sängerinnen Lateefah und Jamira Windgassen bereichern die Jazz-Stücke von Django Reinhardt mit Chansons und traditionellen Liedern der Sinti. Was als Schülerband begann, hat heute schon eine CD produziert: „Mug De Djal“ – „Lass es Krachen“!

Kartenreservierung: 06341-85053, info@vdsr-rlp.de

Eintritt: 12 Euro / 10 Euro ermäßigt

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Ausstellung „45 Jahre Bürgerrechtsarbeit deutscher Sinti und Roma“

Die vom Zentralrat Deutscher Sinti und Roma entwickelte Ausstellung wird vom 14. Mai bis 12. August 2018 in der Gedenkstätte KZ Osthofen gezeigt.

Filmvorführung und Diskussion „Roma: Bürger zweiter Klasse?“                am 13. Juni 2018 um 18 Uhr in der Gedenkstätte KZ Osthofen

Die französischen Filmemacher gehen in ganz Europa der Frage nach, weshalb sich Klischees und Vorurteile gegen Roma bis heute hartnäckig halten, wer die Roma wirklich sind, wie sie leben und welche Rolle sie heute in Europa spielen.

Im Anschluss an die Filmvorführung findet eine Diskussion mit Jacques Delfeld statt, dem Vorsitzenden des Verbandes Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Rheinland-Pfalz. Warum begegnet die Mehrheitsbevölkerung gerade dieser Minderheit mit so viel Hass und Misstrauen? Der 90-minütige Dokumentationsfilm von Samuel Lajus beleuchtet die Wirkungsweisen und Dimensionen des Antiziganismus in Europa. Er porträtiert Menschen, die täglich Diskriminierung und Ausgrenzung erleben und Angehörige der Minderheit, die politisch gegen den Antiziganismus kämpfen.

 

Die Ausstellung zeigt die Meilensteine der Bürgerrechtsarbeit von der Gründung des damals „Zentral-Komitee der Sinti West-Deutschlands“ genannten Sinti-Verbands im Jahr 1971 bis zur heutigen Arbeit des Zentralrats Deutscher Sinti und Roma. Fotografien aus fünf Jahrzehnten lenken den Blick auf bekannte und bisher weniger bekannte Ereignisse der Bürgerrechtsarbeit. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurden die NS-Verbrechen an Sinti und Roma über Jahrzehnte hinweg beschwiegen und die Überlebenden erneut ausgegrenzt und ins Abseits gedrängt. Die Verantwortlichen des Völkermordes hingegen konnten in vielen Fällen als respektierte Mitglieder der westdeutschen Nachkriegsgesellschaft weiterleben und ohne Angst vor Bestrafung ihre Karrieren fortsetzen. Der Bürgerrechtsbewegung deutscher Sinti und Roma ist es gelungen, die NS-Vergangenheit zum gesellschaftlichen Thema zu machen und immer wieder erfolgreich für die Belange der Minderheit einzutreten.

Neben vielen einzelnen Persönlichkeiten werden die aufsehenerregenden Aktionen, wie etwa der Hungerstreik im ehemaligen Konzentrationslager Dachau 1980, näher beleuchtet. Dabei sehen die Ausstellungsmacher die Bürgerrechtsarbeit noch lange nicht als abgeschlossen und richten sich mit ihrer Präsentation auch an jungen Menschen, die diesen Weg weiter gehen werden. In Anbetracht eines bis heute weit verbreiteten Antiziganismus und der schwierigen Lage von Sinti und Roma in vielen Ländern Europas, handelt es sich um die historische Einbettung eines sehr aktuellen Themas. Das Eintreten für Gleichberechtigung und Menschenrechte, von dem die Ausstellung berichtet, ist bis heute notwendig.

 

 

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Benefizkonzert zugunsten der Rumänienarbeit von Mallersdorfer Schwestern

Gipsy Swing

Jermaine Reinhardt & Friends, Gastsänger Django Reinhardt

Pfingstsamstag, 19.5.2018

17 Uhr, Forum Alte Post,

Poststr.2, 66954 Pirmasens

Ohrenschmaus für einen vergnüglichen Frühlingsnachmittag ist die Musik der Koblenzer Familie Reinhardt. Sie sind Nachfahren des legendären Gitarristen Django Reinhardt, der mit dem Hot Club de France den europäischen Jazz entwickelte. Seine Tradition bewahren Jermaine (Sologitarre), Marlon (Rhythmusgitarre) und Sascha (Bassgitarre) und führen seinen musikalischen Stil zu fetzigem Swing-Jazz zu Latin und Sinti-Folklore weiter. Sie sind in einer Familie groß geworden, in der das Bewahren und Weiterentwickeln von Sinti-Musik eine große Rolle spielt – Vater und Großvater Daweli Reinhardt hat das „Schnuckenack Reinhardt Quintett“ mitbegründet. Jazzig, frisch und dynamisch, mit packenden Duellen auf Gitarren, melodiöser Vielfalt und faszinierenden Improvisationen präsentiert das Trio Bekanntes sowie Eigenkompositionen und Gastsänger Django bringt einige Swing-Welthits ein.

Der Eintritt ist frei – um Spenden wird gebeten

Im Rahmen des Pirmasenser Gedenkprojektes an alle Opfer des Nationalsozialismus wurde am 8. Mai 2018 in der Klosterstraße 1a/Schloßstraße eine Gedenktafel für die Sintikinder Anna und Robert Reinhardt angebracht. Anna und Robert lebten damals im Nardini-Haus und wurden 1943 deportiert. Sie wurden mit ihren Eltern und vielen Verwandten in Auschwitz ermordet.

Die Mallersdorfer Schwestern haben über viele Jahre hinweg Projekte in Rumänien für Roma-Kinder aufgebaut und unterstützt. Sie wissen auch heute, wo Unterstützung besonders dringend gebraucht wird. Deshalb lädt der rheinland-pfälzische Landesverband Deutscher Sinti und Roma und der AK Geschichte der Juden in Pirmasens mit Unterstützung der Stadt Pirmasens zu diesem Benefizkonzert ein.

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Anbringung der Gedenktafel für Anna und Robert Reinhardt

am 8. Mai 2018, 14 Uhr in Pirmasens, Klosterstr. 1a Ecke Schloßstraße

Im Rahmen der Gedenk – und Erinnerungsarbeit an durch das nationalsozialistische Regime verfolgte Pirmasenser Mitbürger wird für die beiden Geschwister Anna und Robert Reinhardt eine Gedenktafel angebracht. Sie lebten ab 1936 im Katholischen Nardini-Kinderhaus in Pirmasens. Auf Anordnung der Nationalsozialisten wurden sie 1943 zu ihren Eltern nach Rodalben gebracht. Mit der ganzen Familie wurden sie von dort nach Auschwitz deportiert, wo Anna, Robert, die Eltern und ein Großteil der Verwandten ermordet wurden. Der rheinland-pfälzische Verband deutscher Sinti und Roma hat sich über viele Jahre um ein Gedenken an das Leid dieser Kinder bemüht. In einem erschütternden Dokument von 1957 wird geschildert, wie der 14-jährige Robert in vollem Wissen, was seine Familie und ihn nach der Deportation erwartet, sich mit seinem bevorstehenden Tod auseinandersetzt und von seiner Klassenlehrerin und Vertrauensperson verabschiedet.

Michael Weiss, Vorstands- und Gründungsmitglied des rheinland-pfälzischen Verbandes deutscher Sinti und Roma, hofft, dass diese Gedenktafel dazu beiträgt, dass das Schicksal von Anna und Robert Reinhardt und ihren Eltern und Geschwistern unvergessen bleibt. Zuerst wurden sie ausgegrenzt, weil sie einer Gruppe angehörten, dann wurden sie planmäßig ermordet. Ihr Schicksal muss erinnert werden, wenn nationalistische und populistische Bewegungen die Spaltung der Gesellschaft immer weiter vorantreiben und lange Zeit selbstverständliche Errungenschaften der offenen demokratischen Gesellschaft zunehmend infrage gestellt werden.

 

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Gedenken an verschleppte und ermordete Sinti und Roma

Am Freitag, den 23. März 2018 um 16 Uhr

gedenkt der Verband Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Rheinland-Pfalz am Mahnmal für Opfer des Faschismus, Lutherplatz, im Adenauerring in Worms den Opfern des Holocaust

Auf Initiative des Verbandes Deutscher Sinti und Roma, Landesverband Rheinland-Pfalz, gedenkt der Verband Deutscher Sinti und Roma gemeinsam mit dem Oberbürgermeister der Stadt Worms, Michael Kissel, der Opfer des Holocaust. In Worms und Umgebung leben noch einige hoch betagte Menschen, die aus den Konzentrationslagern in ihre Heimat zurückgekehrt sind, deren Schicksal gewürdigt wird.

1940 fanden die ersten Deportationen ganzer Sinti-Familien statt. Noch vor den jüdischen Bürgern wurden mit dieser ersten Verschleppungsaktion der Nationalsozialisten insgesamt 2.800 Sinti und Roma in die polnischen Ghettos und Konzentrationslager verschleppt, unter ihnen auch die Wormser Sinti-Familien. Die Aktion galt als „Modellversuch“ und funktionierte reibungslos.

Auf Verfügung Himmlers wurden vor 75 Jahren ab März 1943 die noch in Deutschland und den besetzten Gebieten lebenden Sinti und Roma größtenteils in das im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau eingerichtete „Zigeunerlager“ deportiert und bis auf wenige Überlebende umgebracht.

Gemeinsam mit den Überlebenden des Holocaust und deren Familien möchte der Verband den aus Worms verschleppten Sinti und Roma gedenken.

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Django – Ein Leben für die Musik

 

Am Montag, 5. März 2018 um 19 Uhr

Kinowelt Worms

Wilhelm-Leuschner-Str. 20

Der Eintritt ist frei

„Django“ war der Eröffnungsfilm der Berlinale 2017. Er verschafft dem Leiden der Sinti und Roma durch Nazis (und Franzosen) die verdiente Aufmerksamkeit. Im Anschluss an den Film findet ein Gespräch mit Jacques Delfeld statt.

Der Film wird vom Arbeitskreis Asyl und Migration: Diakonisches Werk Worms-Alzey gezeigt. Der Flyer zur Veranstaltung ist abrufbar unter:

http://rheinhessen-evangelisch.de/uploads/media/Kino_Integration-Flyer2018-04_01.pdf

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Internationaler Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus

Jacques Delfeld eröffnet am 24. Januar 2018 als stellvertretender Vorsitzender des Zentralrates Deutscher Sinti und Roma die Ausstellung »45 Jahre Bürgerrechtsarbeit deutscher Sinti und Roma« im Europäischen Parlament in Brüssel

 

Aus Anlass des internationalen Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus eröffnet Jacques Delfeld als stellvertretender Vorsitzender des Zentralrates Deutscher Sinti und Roma die Ausstellung »45 Jahre Bürgerrechtsarbeit deutscher Sinti und Roma« im Europäischen Parlament in Brüssel. Vor 73 Jahren, am 27. Januar 1945, befreite die Rote Armee die letzten Überlebenden des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau.

Heute sehen sich Sinti und Roma, wie auch Juden, andere Minderheiten, Flüchtlinge und Migranten einer neuen Dimension von Nationalismus und Rassismus ausgesetzt. Nationalistische und rechtspopulistische Bewegungen treiben die Spaltung Europas immer weiter voran. Delfeld betont die gemeinsame Aufgabe in Europa und in den europäischen Staaten, den bestehenden massiven Antiziganismus genauso zu ächten wie den Antisemitismus. „Wir fordern alle Parlamentarier in Europa auf, politisch Stellung zu beziehen gegen den menschenverachtenden Antiziganismus, Antisemitismus und andere Formen des Rassismus.“, so Delfeld. Antisemitismus genauso wie der Antiziganismus richten sich zuerst gegen Minderheiten. Im Kern jedoch zielen sie auf die Zerstörung unserer Demokratie und unserer gemeinsamen europäischen Werte. Die Bürgerrechtsarbeit der Sinti und Roma ist ein notwendiger Beitrag nicht nur für die Minderheit, sondern vielmehr für die Gesellschaft und für die Demokratie in Europa.

Delfeld setzt sich seit 30 Jahren als Vorsitzender des rheinland-pfälzischen Landesverbandes Deutscher Sinti und Roma, für das rechtsstaatliche Vorgehen gegen Rassismus und Diskriminierung, die gesellschaftliche Gleichbehandlung sowie der Erhalt der Kultur und Sprache der nationalen Minderheit der deutschen Sinti und Roma ein.

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Otto Pankok – Verfolgter Maler, Maler der Verfolgten

am Sonntag, 21. Januar 2018, 18 Uhr in der Ehemaligen Synagoge Weisenheim am Berg e.V., Hauptstraße 28 a, 67273 Weisenheim am Berg

Anlässlich des Gedenktages für die Opfer des Nationalsozialismus wird Jürgen Vits in einem Bildvortrag Otto Pankoks Künstlerleben (1893-1966) darstellen, das über weite Strecken durch Kriege und Verfolgung geprägt war. Jürgen Vits ist Mitglied bei „Gegen Vergessen – Für Demokratie“ und der „Gesellschaft zur Förderung verfemter Kunst“ sowie im Beirat der Otto-Pankok-Stiftung.

Mit seinen eindringlichen Menschenbildern geriet Otto Pankok in das Visier der Nationalsozialisten. Seine Arbeiten wurden schon bald geächtet und als „entartet“ diffamiert. Trotz des verhängten Berufs- und Ausstellungsverbots setzte Otto Pankok im Verborgenen sein widerständiges Kunstschaffen fort. Große Beachtung finden noch heute vor allem seine Menschenbilder (darunter viele Sinti-Porträts) , welche überwiegend Benachteiligte und Verfolgte am Rande der Gesellschaft darstellen. Es ist nicht zuletzt diese von Menschlichkeit und Respekt geprägte Haltung des Künstlers, die den einzigartigen Rang seiner Werke ausmacht.
Grußwort: Jacques Delfeld, Vorsitzender des Verbandes Deutscher Sinti und Roma – Landesverband Rheinland-Pfalz

Porträt von Otto Pankok (© Otto Pankok-Museum)

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Kranzniederlegung in Koblenz

Am Sonntag, den 17. Dezember 2017 um 14 Uhr am Gedenkstein für die ermordeten Sinti und Roma am Peter-Altmeier-Ufer anlässlich des 75. Jahrestages von Himmlers „Auschwitz-Erlass“ legt Jacques Delfeld, der Vorsitzende des rheinland-pfälzischen Landesverbandes Deutscher Sinti und Roma einen Kranz nieder.

 

Am 16. Dezember 1942 unterzeichnete Himmler als so genannter „Reichsführer SS“ und Leiter des Reichssicherheitshauptamtes den „Auschwitz-Erlass“, der alle noch im Reichsgebiet verbliebenen Sinti und Roma betraf. Wie kaum ein anderes Datum markiert dieser Erlass einen tiefen Einschnitt in der Geschichte: Der Name Auschwitz ist zum Symbol geworden für den Völkermord an den Sinti und Roma im nationalsozialistisch besetzten Europa. Es gibt unter den Sinti und Roma kaum eine Familie, die mit dem Namen „Auschwitz“ nicht den Verlust von Angehörigen verbindet.

In der Folge wurden nahezu 23.000 Bürger aus ganz Europa, darunter weit über 10.000 aus Deutschland, in den Lagerabschnitt B II e des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau deportiert. Für die allermeisten Menschen war es eine Fahrt in den Tod. Sie fielen dem Terror und den unmenschlichen Lebensbedingungen zum Opfer oder mussten in den Gaskammern einen qualvollen Tod erleiden.

Unter ihnen waren 40 Männer, 44 Frauen und 65 Kinder aus dem Regierungsbezirk Koblenz, die am 10. März 1943 in die Züge der Reichsbahn gezwungen wurden. Zur Erinnerung an die deportierten und ermordeten Sinti und Roma legt der Vorsitzende des rheinland-pfälzischen Landesverbandes Deutscher Sinti und Roma, Jacques Delfeld, am Mahnmal für die Sinti in Koblenz einen Kranz nieder. Herr Oberbürgermeister Joachim Hofmann-Göttig wird an dem Gedenken teilnehmen. Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen.

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Sinti und Roma im Rundfunkrat

Der Vorsitzende des Verbands Deutscher Sinti und Roma Landesverband Rheinland-Pfalz, Jacques Delfeld, ist seit drei Jahren Mitglied im SWR-Rundfunkrat und der Landesmedienanstalt für die Privatmedien (LMK), wo er sich an der Programmbeobachtung beteiligt. Der SWR-Rundfunkrat ist das bisher einzige Kontrollgremium des öffentlich-rechtlichen Rundfunks, in dem eine Interessenvertretung der Sinti und Roma einen Sitz hat. Der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma fordert seit langem die Beteiligung der Sinti und Roma in Rundfunkräten und Landesmedienanstalten, um der nach wie vor durch negative Stereotypen geprägten Fernseh- und Filmberichterstattung entgegenzuwirken.

Im Interview mit Deutschlandfunk Kultur spricht Jacques Delfeld über seine Arbeit im SWR-Rundfunkrat und seine Kritik am Kinder- und Jugendfilm „Nellys Abenteuer“, der trotz massiver Proteste vom SWR ausgestrahlt wurde: „Roma, die Geld und Kinder stehlen – ein uraltes Klischee. Mag der SWR das auch dementieren – der Film von Dominik Wessely belebt dieses Klischee, selbst wenn er es augenzwinkernd bricht. Deutsche Sinti und Roma sind Nachkommen von Holocaust-Überlebenden. Sie können über diese Stereotype nicht lachen, selbst wenn sie komödiantisch inszeniert werden“ so der stellvertretende Vorsitzende des Zentralrats.

Das Interview ist verfügbar unter:

http://www.deutschlandfunkkultur.de/sinti-und-roma-im-rundfunkrat-immerhin-eine-stimme.1001.de.html?dram:article_id=399971

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