Soziales

Nach der nationalsozialistischen Verfolgung erlebten viele Sinti- und Roma-Familien einen Kreislauf aus Armut und Not. Sie wurden weder für das an ihnen begangene Unrecht, noch für die Enteignung von Haus oder Wohnung „entschädigt“.  Vier Jahrzehnte lang wurde der Völkermord an der Minderheit von gesellschaftlicher und politischer Seite nicht als Unrecht anerkannt. An den Rand der Gesellschaft gedrängt, schloss man sie von Schul- und Bildungsmöglichkeiten aus. Damit verwehrte man Sinti und Roma die Chance, sich wieder eine berufliche Existenz und angemessene Unterkunft zu schaffen.

Der Landesverband half bei der Wohnraumversorgung. Ebenso wichtig war jedoch, in Kommunalpolitikern das Verantwortungsbewusstsein für die Situation zu wecken. Erst langjährige und hartnäckige Verhandlungen mit Mandatsträgern in Städten und Gemeinden führten zum Erfolg. Allerdings ist die Lage nicht überall zufriedenstellend. Der Verband ist nach wie vor gefordert, für das im Grundgesetz verankerte Recht auf ein Leben in Würde einzutreten, das ein Leben in einer menschenwürdigen Wohnung einschließt.